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Kletterwoche 2007 Rückblick

Kletterwoche 2007 Rückblick

Das Kletterlager für blinde, sehbehinderte und sehende Jugendliche fand in diesem Jahr nun das zweite Mal statt. Wir bewegten uns über die Landesgrenzen hinaus und verbrachten eine Woche im Klettergebiet von Traversella (Valchiusella, Norditalien). Uns standen über 250 sehr gut abgesicherte Routen in allen verschiedenen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung, welche wir richtig auskosteten und nutzten.

Insgesamt meldeten sich 8 Teilnehmer im Alter von 13 bis 16 Jahren (2 blind, 1 sehbehindert, 5 sehend) für das Lager an und gemeinsam mit den 4 Leitern ergab dies eine gemütliche und familiäre Gruppe. Die Projekte von Blindspot haben alle einen integrativen Charakter und es ist unser Ziel, dass dies nicht bloss eine leere Worthülse bleibt, sondern direkte Anwendung findet und auf natürliche Weise umgesetzt, gelebt und erlebt wird.

In dieser Woche stand ganz klar das Klettern im Zentrum. Die Felswand erklimmen, Spass an der Bewegung haben, die Herausforderung, die der Felsen einem gibt erleben, Verantwortung übernehmen wenn man jemanden sichert, Vertrauen, wenn man gesichert wird, am Berg grössere und kleinere Siege über sich erringen, das erste mulmige Gefühl beim Abseilen aushalten, Grenzen überwinden und manchmal auch akzeptieren, das Glückgefühl beim erreichen des Ziels nach einer Mehrseilentour erleben und noch vieles mehr. Dies alles gemeinsam zu erleben, egal mit welchen Voraussetzungen jeder einzelne an der Felswand steht, vereint und verbindet. So ist das Klettern auf der einen Seite Mittelpunkt und auf der anderen Seite dient es als Mittel zum Zweck. Und somit wird ein wichtiges Ziel erreicht: Nicht die Behinderung steht im Zentrum sondern der Mensch, der Sport und das gemeinsame Erlebnis.

Aber nicht nur das Klettern stand in dieser Woche auf dem Programm, denn es warteten auch noch andere spannende Aktivitäten auf uns. So zum Beispiel ein Pendelsprung für die ganz mutigen, gemütliches Marroni bräteln, Seiltanzen, eine selbstgebaute Seilbahn runterdüsen und ein Kinoabend. Und immer wieder ergeben sich dabei interessante Momente und Gespräche.

«Hey Laila, gosch du dä gern is Kino? Du gsesch dä Film jo gar ned.»
«Jo klar gang i gärn is Kino. I lose dänk. Und wenn es wichtigi Bilder git, tut mer die mini Kollegin erkläre.»

Und so setzt sich Enya bei Start des Filmes ganz selbstverständlich neben Laila und erklärt die Bilder wo es nötig ist.

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