Blick über den Tellerrand

Wie wird in anderen Ländern Inklusion gelebt? Wie wirkt sich die Ratifizierung der UN-BRK aus und welche Projekte zur Umsetzung sind vorhanden? Solchen Fragen ging Blindspot auf die Spur und unternahm erstmals eine Studienreise nach Deutschland.

In Bonn besuchten wir neben dem städtischen Inklusionsbüro eine integrative Gesamtschule, die es bereits seit 30 Jahren gibt. Für das kulinarische Wohl sorgte das integrative Burger-Restaurant Godesburger, welches fünf Menschen mit Hörbehinderung, Autismus und psychischen Beeinträchtigungen beschäftigt.
In Hamburg erwartete uns die integrative Theater-Kompanie Minotauros, welche uns Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen gab. Der Besuch im inklusiv geführten Hotel Grenzfall und in der Integrationsfirma Integra in Berlin rundeten die Reise ab.

Der Austausch mit Menschen mit und ohne Behinderung, die sich seit langem mit der Inklusionsthematik auseinandersetzen, war inspirierend. Inklusion braucht Zeit, Kreativität und personelle wie finanzielle Mittel, um die Strukturen nachhaltig zu verändern. "Inklusion bedeutet Teamarbeit" war der Tenor - und wir sagen: "Inklusion muss zur Kultur werden".